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Collaborative Analytics für SAP BW und HANA

April 14, 2020

Pyramid ist offizielles Mitglied des SAP® PartnerEdge® Ecosystems. Pyramid 2020 ist von SAP für SAP BW/4HANA zertifiziert und steht kurz vor der Zertifizierung für SAP HANA.

Das Oxford Dictionary definiert Kollaboration als „ein Werk, das von zwei oder mehreren Personen oder Gruppen gemeinsam erstellt wird“. Für den Einsatz von Data Analytics im Unternehmen bedeutet das: Je mehr ein Framework Barrieren abbaut und die Zusammenarbeit ermöglicht, desto kollaborativer ist es.

In diesem Blog demonstriere ich, wie Pyramid andere Business-Intelligence-Tools mit seinen immens leistungsstarken kollaborativen Fähigkeiten bei der gemeinsamen Nutzung und Wiederverwendung von Dashboard-Inhalten und Berechnungen übertrumpft. Außerdem stelle ich das umfassende Pyramid-Framework für das Hinzufügen von Kommentaren zu Reports & Analysen für verschiedene Data Stack vor, insbesondere für SAP HANA und BW.

Kollaboration: Herausforderungen beim Arbeiten mit SAP BW und HANA

In früheren Blogs über Kollaboration („Actionable Data Insights in Minutes Not Hours“ und „Amplify your feedback: Pervasive Collaboration with Pyramid“) habe ich kritische Aspekte bei der Zusammenarbeit in der Analytics vorgestellt. Diese Punkte gelten gleichermaßen für SAP-Systeme. Ich würde sogar behaupten, dass sie für SAP-Implementierungen noch akzentuiert werden:

  • Den SAP-eigenen Werkzeugen fehlt es entweder an echten Kollaborations- und Self-Service-Funktionen (siehe BusinessObjects), oder es fehlen ihnen grundlegende analytische Funktionen (siehe SAP Analytics Cloud)
  • Da Drittanbieter oft schwache direkten Abfragemöglichkeiten auf SAP haben, müssen Anwender die SAP-Daten in ihre eigenen Engines extrahieren und duplizieren, um Analytics-Funktionen zu erhalten. Dies allein macht jeden Ansatz von kollaborativem Arbeiten direkt auf SAP BW oder HANA zunichte – ganz zu schweigen von deren inhärentem Mangel an kollaborativen Funktionen, unabhängig vom Data Stack.

Die damit verbundenen Herausforderungen möchte ich anhand von fünf Beispielen vorstellen:

1. Teamwork approach

Aufgrund ihrer Architektur bringen die meisten BI-Tools Insellösungen hervor, deren kontinuierliche Pflege sehr mühsam ist. Die Dringlichkeit, BI-Projekte termingerecht anzuschließen, erfordert oft, dass mehrere Teammitglieder verschiedene Komponenten der Lösung entwickeln. Die Interaktion zwischen der Datenquelle, den Berechnungen, Filtern, Berichten, Datenmodellen und Dashboards erfordert einen gemeinsamen Arbeitsbereich, der für alle Teammitglieder frei zugänglich und aktualisierbar ist. Dies ist in Desktop-Tools oder anderen Architekturen, die Grenzen zwischen verschiedenen Insellösungen schaffen, nicht möglich.

SAP BW und HANA bieten eine Zentralisierung der Datenmodelle, einiger Berechnungslogiken und der Datensicherheit. Wenn all diese Aspekte auf die Analytics-Werkzeuge ausgeweitet werden können, wäre der sicherste Weg zu einer „Teamwork“-Lösung für SAP-basierte Analytics.

2. Berichte teilen und wiederverwenden

Die meisten BI-Tools, die auf Daten aus SAP BW und HANA zugreifen, erlauben es den Anwendern, Inhalte zwischen Dashboards zu kopieren und einzufügen. In einer echten kollaborativen Umgebung sollten jedoch, sobald Inhalte erstellt und auf vielen Dashboards gemeinsam genutzt werden, alle nachfolgenden Änderungen, die an den ursprünglichen Inhalten vorgenommen wurden, mit allen Dashboards, Berichten und allen nachgelagerten Elementen geteilt werden. Wenn der Inhalt lediglich kopiert und eingefügt wird, müssen dieselben Änderungen in allen anderen Dashboards repliziert werden: das ist nicht sehr kompatibel mit unserer Definition von Zusammenarbeit.

Der ganze Sinn des Einsatzes von Engines wie SAP BW oder HANA besteht darin, eine „Single source of the truth“ auf der Datenebene selbst zu schaffen. Die Möglichkeit zentral auf SAP-Daten zugreifen und sie aktualisieren zu können, wird die Effizienz und Produktivität im SAP-Umfeld erheblich steigern.

3. Berechnungen zentralisieren

Komplexe Berechnungen, die von sachkundigen Anwendern definiert werden, können Unternehmen erheblich nutzen. Wenn diese Berechnungen jedoch lokal mit jedem Bericht gespeichert werden und nicht zwischen Projekten und Anwendern ausgetauscht und wiederverwendet werden können, behindert dies die effiziente Verbreitung von Know-how im Unternehmen. Außerdem erfordert dies die nachträgliche Aktualisierung der Berechnung in allen Berichten, ein Albtraum sowohl aus administrativer als auch aus technischer Sicht.

Durch die Beibehaltung der zentralen Kontrolle über alle Berechnungen können SAP-Anwender die mühsame Aufgabe vermeiden, gemeinsame Berechnungen in mehreren lokalen Reports wiederholt zu aktualisieren, während das Unternehmen durch gemeinsame Geschäftseinblicke und wiederverwendbare Logik effizienter arbeitet.

4. Direktes Kommentieren von zentralisierten Inhalten

Eine Kernfunktion von kollaborativer BI ist die Möglichkeit, Kommentare zu Berichten und Daten hinzuzufügen. Damit Mitarbeiter Daten interpretieren und über sie diskutieren können, ist es wichtig, dass ihre BI-Plattform ihnen ermöglicht, Schnappschüsse zu erstellen, Kommentare zu erfassen und zu katalogisieren, Audionachrichten aufzuzeichnen und zugehörige Multimedia-Dateien anzuhängen. Wenn ein BI-Tool diese grundlegenden Funktionen nicht anbietet, ist Zusammenarbeit nur eingeschränkt möglich.

Für SAP BW- und HANA-Anwender sind die Daten und Analytics zentralisiert. Sie sollten über Kommentarwerkzeuge verfügen, die die Leistungsfähigkeit dieses Plattformdesigns voll ausschöpfen können.  

5. Persönliche und siloartige Data Marts

Aufgrund der weiten Verbreitung von Desktop-basierten BI-Tools ist die größte Herausforderung bei der Etablierung von unternehmensweiten BI-Lösungen die Existenz von lokalen Desktop-basierten Data Marts und BI-Lösungen, die ggf. bereits von BI-Analysten eigenständig betrieben werden. Dies ist ein architektonischer Fehler in allen BI-Tools, bei denen die Desktop-Version das einzige Authoring-Tool ist. Anwender werden quasi dazu gezwungen, eigene Data Marts zu betreiben, um an die gewünschten Analyseergebnisse zu kommen. Dazu kommt der zusätzliche Aufwand, der durch das regelmäßige Nachladen von operativen Daten aus SAP entsteht, ganz zu schweigen vom Verlust der Data Governance und – ganz wichtig – der Sicherheit.

Wer Collaborative Analytics effektiv betreiben will, sollte unbedingt direkt auf SAP BW und HANA zu arbeiten. So werden Einbußen bei der funktionalen und analytischen Flexibilität und eine schlechtere Performance vermieden.  

Business-Case-Anforderungen

Bill, der BI-Manager der Ultra Bicycle Company, muss innerhalb von 24 Stunden ein nationales Vertriebs-Dashboard für Exco erstellen. Das Unternehmen betreibt ein SAP BW-System für sein nationales Filialnetz. Seine Anforderung berührt die folgenden Schmerzpunkte der Zusammenarbeit:

  • Teamwork: Drei Vertriebsleiter aus verschiedenen Regionen haben unterschiedliche Dashboard-Komponenten und Datenvisualisierungen angefordert, die in das Dashboard aufgenommen werden sollen. Drei BI-Analysten wurden beauftragt, die Komponenten unabhängig voneinander zu erstellen und in das gemeinsame nationale Dashboard einzubinden.
  • Austauschbarkeit und Wiederverwendbarkeit: Mary, eine der BI-Analysten, stellt fest, dass die Formel zur Berechnung der Betriebskosten nicht korrekt ist und zusätzliche Kosten enthalten müsste, die die aktuelle Formel nicht enthält. Der betreffende Betrag wird in vielen bestehenden Dashboards verwendet; einige wurden bereits an die branchenspezifischen Anforderungen angepasst. Alle Dashboards mit Betriebskosten müssen korrigiert werden.
  • Zentralisierte Berechnungen: Tom, der VP of Sales, hat seine Methode zur Berechnung der weltweit im Unternehmen verwendeten Verkaufsziele überarbeitet. Aufgrund eines anhaltenden Trends zu vierteljährlichen Umsatzsteigerungen hat er statt eines Standardziels von Vorjahresumsatz „+ 5 %“ das Ziel für jeden Monat so festgelegt, dass es 1 % höher ist als der durchschnittliche Umsatz der letzten drei Monate. Derzeit gibt es 56 verschiedene Rentabilitätsberichte (täglich, wöchentlich, monatlich und vierteljährlich), die von verschiedenen Niederlassungen und Managern verwendet werden und die Ziele auf Produkt-, Verkäufer- und Niederlassungsebene berechnen und anzeigen, jeweils spezifisch für die verschiedenen Abteilungen. Tom muss die Berechnungsformel an einer zentralen Stelle korrigieren können und sie soll daraufhin automatisch in allen Berichten aktualisiert werden. Außerdem möchte er die zugrunde liegende BEX-Abfrage, die seine wichtigsten Reports steuert, nicht ändern. Stattdessen möchte er die Berechnung im Reporting-Tool selbst konfigurieren, auch wenn es direkt auf den SAP-Engines läuft.
  • Direktes Kommentieren von zentralisierten Inhalten: Das neue nationale Dashboard wird von VPs und Führungskräften genutzt, um die Unternehmens-Performance regelmäßig besprechen zu können. Die Möglichkeit Datenpunkte, Berichte und Dashboards direkt zu kommentieren, ist dafür entscheidend. Ein Beispiel: Tom, der VP of Sales, sieht, dass die Verkaufszahlen für das aktuelle Quartal um 3 % gesunken sind, nach einem konstanten zweijährigen Aufwärtstrend von 5 % bis 8 %. Nach einer weiteren Abfrage seiner Cubes (Drilling, Slicing und Dicing), die er nahtlos mit direkten Abfragen auf seinem SAP BW-System durchführt, entdeckt er, dass der Umsatz in der Elektronikabteilung der Bostoner Filiale im Dezember um 30 % zurückgegangen ist und damit den unternehmensweiten Quartalsumsatz nach unten gezogen hat. Tom muss in der Lage sein, den Bericht zu kommentieren und seinen Kommentar mit der Vertriebsgruppe in einer sicheren Umgebung unter Verwendung bestehender Benutzersicherheitsprofile zu teilen.
  • Persönliche Data Marts: Bill hat darauf bestanden, dass es künftig keine Desktop Data Marts geben sollte, da dies der Vision des Unternehmens von einem SAP BW-System zuwiderläuft. Darüber hinaus hat der Auditor darauf bestanden, dass keine persönlichen Data Marts verwendet werden können, da dies ein Sicherheitsrisiko für die sehr sensiblen Daten im Unternehmen darstellt.

So adressiert Pyramid diese Geschäftsanforderungen:

Teamwork

1 2 3 Die serverbasierte Entwicklung von Pyramid erlaubt es, alle drei Komponenten separat zu entwickeln und dann nahtlos zu einem nationalen Dashboard zusammenzufügen. Weitere Updates der Komponenten aktualisieren automatisch das nationale Dashboard.

Der serverbasierte Ansatz von Pyramid macht alle diese kollaborativen Aufgaben einfach. Man muss keine Definitionen duplizieren und über das gesamte Netzwerk aktualisieren. Die globale Komponenten-Methodik von Pyramid sorgt für automatische Updates, systemweit.

Austauschbarkeit und Wiederverwendbarkeit

4 Nach der Aktualisierung der Formel für die Betriebskosten-Metrik auf dem spezifischen BW-InfoCube werden alle Dashboards, die diese verwenden, automatisch aktualisiert.

Bei den meisten Tools müssen alle Dashboards jedes Mal geändert werden, wenn ein Entwickler beschließt, den zentralisierten Inhalt zu optimieren. Diese mühsame Wartung wird selten, wenn überhaupt, durchgeführt. Es kommt vermehrt zu Silobildungen und die Zusammenarbeit leidet.

Zentralisierte Berechnungen

Mit der globalen Berechnungsfunktion von Pyramid kann Pete, der für die Zielvorgabe verantwortliche BI-Analyst, die Formel einmalig zentralisiert anpassen. Sie wird daraufhin automatisch im gesamten SAP-Unternehmen für alle 56 Rentabilitätsberichte angewendet, die diese Berechnung verwenden.

Außerdem wird die Berechnungsdefinition in einem Ordner gespeichert (siehe unten „Vertrieb“), der es allen Benutzern mit entsprechendem READ-Zugriff ermöglicht, die Berechnung in ihren Berichten und Dashboards zu verwenden.

Darüber hinaus ermöglicht der WRITE-Zugriff auf den Ordner „Sales“ für die entsprechenden Benutzer die gleichzeitige Entwicklung verschiedener Lösungselemente (Datenmodelle, Berichte, Dashboards, Filter und Berechnungen). Diese echte gemeinsame Nutzung von Inhalten eliminiert auch Szenarien, in denen mehrere Entwickler parallel mehrere Elemente reproduzieren, die alle gewartet werden müssen, wenn sich etwas ändert, nur um konsistente Formeln, Definitionen, Namenskonventionen und Front-End-Designs bereitzustellen. Die Berechnungsdefinitionen werden alle im Pyramid-Repository gespeichert, während die Geschäftsdaten in der SAP-Datenbank verbleiben.

Kommentare zu gemeinsamen Inhalten

Kommentare und Anmerkungen innerhalb von analytischen Berichten und Dashboards bieten direkten Zugriff auf aktuelle und historische Versionen sowohl des Berichts als auch der zugrunde liegenden Daten. Aktualisierungen der Berichte können in die bestehenden SAP BW InfoCubes durchgeführt werden.

  • Threaded Conversations erweitern die Analysetiefe erheblich, indem sie Social Hubs rund um Analytics schaffen.
  • Shareable Insights erleichtern das Diskutieren von Ergebnissen und die Erstellung von Aktionslisten für Benutzer auf der Plattform.
  • Daten- und Report-Snapshots ermöglichen es Benutzern, Änderungen über den Lebenszyklus eines Threads zu verfolgen.
  • Benutzer können Sprachnachrichten aufzeichnen und Multimedia-Dateien in einer benutzerfreundlichen Oberfläche anhängen.
  • Die Datensicherheit wird auf Benutzerbasis angewendet, synchron mit den von SAP erzwungenen Einschränkungen, so dass Benutzer nur die Daten sehen können, für die sie berechtigt sind.

Persönliche Data Marts

Mit Pyramid werden siloartige Data Marts vollständig vermieden. Pyramid führt direkte Abfragen gegen das SAP BW-System durch, auch wenn komplexere Abfragen erforderlich sind. Das serverbasierte Modell von Pyramid stellt sicher, dass das SAP BW-System die einzige Datenquelle ist, wodurch Redundanzen und Audit-Bedenken bezüglich der Datensicherheit vermieden werden.

Zusammenfassung

Die Vorteile der Nutzung von Pyramid mit SAP BW und HANA:

  • Die Benutzer bleiben in ihrem SAP BW/HANA-Repository mit allen zugehörigen Assets. Es gibt keine Datenduplikation oder -extraktion. Die gesamte SAP BW Funktionalität bleibt erhalten, da das System direkt auf SAP arbeitet.
  • Alle Benutzer verwenden denselben universellen, webbasierten Client, so dass Mitarbeiter Berichte und Erkenntnisse nach dem Drilling, Slicing und Dicing in einem zentralen Repository gemeinsam nutzen können – ohne die Plattform zu wechseln.
  • Die zentrale Definition aller Berichte, Dashboards und Berechnungen stellt sicher, dass Aktualisierungen der Komponenten systemweit und sofort wirksam werden.
  • Analytics-Content ist in leicht zugänglichen, sicheren Arbeitsordnern organisiert.
  • Mit der Aufhebung der Grenzen zwischen den Arbeitsbereichen der Teammitglieder und der Erstellung von leicht zugänglichen und wiederverwendbaren Komponentenkann die Teamarbeit wesentlich besser organisiert werden.
  • Mit den Kommentarfunktionen von Pyramid haben SAP-Anwender ein leistungsstarkes und benutzerfreundliches Kollaborationswerkzeug direkt in ihre Analytics-Plattform integriert. Der kollaborative Ansatz von Pyramid ermöglicht es, standardisierte und individuell erstellte Dashboard-Inhalte zu kombinieren, und fördert so die Zusammenarbeit von SAP BW- und HANA-Anwendern.

SAP und Pyramid Analytics

Pyramid bietet eine Komplettlösung für Self-Service-BI die direkt auf SAP BW und HANA arbeitet. Wie? Durch die Bereitstellung von Best-in-Class-Funktionalität und -Performance auf SAP BW, ohne Daten zu extrahieren oder zu duplizieren, bewahrt Pyramid die volle analytische Leistung der SAP-Engines, sowie die inhärente Sicherheit und Governance.

Lesen Sie unsere Pyramid + SAP-Blog-Serie, um zu erfahren, wie Pyramid unsere Kunden auf SAP unterstützt. Jeder Beitrag enthält spezifische Beispiele zur Veranschaulichung der wichtigsten Funktionen:

  1. Real self-service BI for SAP
  2. Self-service BI directly on SAP BW
  3. Collaborative analytics for SAP BW and HANA
  4. Time intelligence for SAP BW and HANA
  5. Running Totals Made Easy for SAP HANA and BW
  6. Dashboards and report bursting directly off SAP BW and HANA
  7. Realizing the power of parameters in SAP BW and HANA
  8. SAP BW Time-Dependent Hierarchies
  9. Ragged Hierarchies and Data Formats in SAP BW
  10. Building Calculations directly on SAP BW and HANA
  11. Building data models into SAP HANA

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