Advanced Analytics und Datenkompetenz im Unternehmen etablieren

Immer mehr Führungskräfte verstehen, dass Data Science nicht länger nur für Data Scientists reserviert sein darf. Advanced Analytics, die lange Zeit als hochtechnisches Spezialgebiet galt, wird zunehmend in alltägliche Geschäftsentscheidungen auf allen Ebenen von Unternehmen genutzt.

Entscheidend für die erfolgreiche Etablierung von Data-Analytics-Technologien ist eine unternehmensweite Datenkompetenz. Bestenfalls können alle Mitarbeiter Analytics-Tools verwenden, daraus generierte Erkenntnisse verstehen oder zumindest die Sprache der Analytics sprechen, wenn sie mit deren Benutzern kommunizieren.

Es ist erwiesen, dass Unternehmen, die mit Analytics gesteuert werden, besser performen. "Indem sie ihre Mitarbeiter mit diesen grundlegenden Analytics-Fähigkeiten ausstatten, erzielen Unternehmen ein enormes Maß an Innovation und Effizienz", berichtet Harvard Business Review (HBR). Um mit Analytics erfolgreich zu sein, müssen Führungskräfte in ihren Unternehmen eine Kultur schaffen, die Analytics als Schlüsselkomponente aller Entscheidungsprozesse wertschätzt.

Wie können Sie sicherstellen, dass Mitarbeiter datenbasiert arbeiten?

Es gibt zwei wichtige Schritte:

  1. Bemühen Sie sich um eine "Single Version of the Truth" für alle Analytics-Anwender.
  2. Demokratisieren Sie den Zugang zu Data Analytics, um Mitarbeitern auf allen Ebenen zu befähigen, Erkenntnisse aus Analytics zu nutzen.

Traditionelle Unternehmen, in denen eine instinktbasierte Entscheidungsfindung auf den oberen Ebenen der Geschäftsführung üblich ist, tun sich schwer damit dieses Konzept zu übernehmen. Eine Deloitte-Umfrage aus dem Jahr 2019 ergab, dass 63 % der US-Führungskräfte nicht glauben, dass ihr Unternehmen Analytics-gesteuert ist, und 67 % sagen, dass sie sich nicht wohl dabei fühlen, selbst auf Daten aus ihren Analytics-Tools und -Ressourcen zuzugreifen oder sie zu nutzen.

Kern dieses Problems ist die Tendenz, Data Science nur bei einer kleinen Anzahl von hochqualifizierten Mitarbeitern zu verorten. Mit immer komplexer werdenden Geschäftsumgebungen wird dieses Modell unhaltbar. Es ist an der Zeit, dass Führungskräfte ihre Perspektive auf Business Analytics erweitern. Wie kann also der Zugang zu Analytics auf allen Ebenen des Unternehmens das Geschäft zum Besseren verändern?

Wer braucht Analytics?

„Unternehmen, die im Zeitalter der Daten wettbewerbsfähig sein wollen, müssen drei Dinge tun: Data-Analytics-Tools gemeinsam nutzen, Datenkompetenz etablieren und Verantwortung für Daten definieren", sagt HBR. In der Tat können Unternehmen mit der richtigen Datenkultur einer Vielzahl von geschäftlichen und technischen Anwendern einen zweckmäßigen und rollenbasierten Zugang zu Analytics bieten. Dies bedeutet, dass Unternehmen die Entscheidungsfindung für alle Nutzer verbessern können:

  • technische Analytics -Anwender (z. B. Analysten, Data Scientists, Finanzdatenmanager)
  • nicht-technische Geschäftsanwender (z. B. Vertriebsleiter, Marketingleiter)
  • nicht-traditionelle Geschäftsanwender (z. B. Assistenten oder Mitarbeiter)
  • leitende Angestellte (z. B. traditionell Analytics-averse C-Level-Führungskräfte)

Im besten Fall kann jeder dieser Anwendertypen in der erkenntnisbasierten Kommunikation und Zusammenarbeit dieselben Begriffe verwenden, auch wenn ihre individuellen Erfahrungen mit Analytics unterschiedlich sind.

  • Technische Analytics-Anwender, die es leid sind, die Last der Analytics-bezogenen Verantwortlichkeiten einer ganzen Organisation zu tragen, können nun problemlos mit Kollegen kommunizieren, die sie zum ersten Mal verstehen. Sie müssen nicht mehr auf langwierige Datenanfragen reagieren, die jetzt auch für Nicht-Data Science einfach zu beantworten sind.
  • Nicht-technische Geschäftsanwender müssen nicht mehr auf Data Scientists warten, um ihre Datenanfragen zu erfüllen, wo "die meisten Anfragen aus anderen Abteilungen - Technik, Finanzen, Produktmarketing - relativ einfache Anfragen sind, die jeder mit etwas Grundwissen bearbeiten kann", so HBR.
  • Selbst nicht-traditionelle Geschäftsanwender profitieren von einem gewissen Grad an analytischem Zugriff, der ihre Entscheidungsfindung unterstützen kann. Kundendienstmitarbeiter können beispielsweise von Wissensmanagement-Tools profitieren, die bei der Lösung von Kundenbeschwerden helfen, und Assistenten können kurzfristig Analytics-Daten für Vorgesetzte abrufen.
  • Nicht-technische, leitende Unternehmensmitarbeiter, die mit enormer Verantwortung betraut sind, werden sich freuen, dass Analytics ihre Arbeit ein wenig erleichtern und sie bei wichtigen Entscheidungen unterstützen kann. Die Ausrichtung des eigenen Unternehmens auf Analytics stellt gleichzeitig sicher, dass Abteilungsleiter und Teamleiter Änderungen der Unternehmensstrategie oder -politik besser verstehen, wenn diese Änderungen auf Erkenntnissen aus Analytics beruhen.

Es ist an der Zeit, die Rollen auf Advanced Analytics auszurichten

Künftig wird Analytics ein selbstverständlicher Teil des Arbeitsalltags von vielen Mitarbeitern sein. Business-Intelligence (BI)-Technologien "werden es Geschäftsanwendern ermöglichen, Erkenntnisse in Handlungen umzuwandeln, ohne dass sie die Anwendung, die sie geöffnet haben, verlassen müssen", berichtet Forrester.

Um ein solches Maß an Agilität zu erreichen, müssen Mitarbeiter auf Analytics-basierte Erkenntnisse zugreifen können, die für ihre jeweilige Rolle relevant sind. Das bedeutet, dass Entscheidungsträger auf allen Ebenen des Unternehmens näher an die Analytics herangeführt werden müssen.

Wenn Sie alle Mitarbeiter auf eine „Single-Version-of-the-truth“ verpflichten und gleichzeitig datenbasierte Entscheidungsfindung auf allen Ebenen des Unternehmens ermöglichen, schaffen Sie ein festes Fundament für langfristigen Geschäftserfolg.